Unser Konzept

 

Liebe Eltern eines Kindergartenkindes,

wir möchten Euch heute schreiben, weil wir wissen, dass Ihr euch viele Gedanken darüber macht, wie es Eurem Kind bei uns im Kindergarten geht und ob es richtig ist, dass du es zu uns bringst, obwohl es manchmal nicht will und doch eigentlich noch so klein ist.

Wir wissen, dass wir deinem Kind nie das geben können, was Ihr ihm gebt.
Ihr seid die Eltern und wisst am besten, wie es eurem Kind geht und was Euer Kind braucht.
Wir möchten auch nicht mit Euch konkurrieren oder das Gefühl geben etwas besser zu wissen, denn wenn es um Eurer Kind geht, dann wisst Ihr es am besten.
Viel lieber wären wir gerne Eure Verbündeten.

Euer Kind ist etwas ganz Besonderes. Es hat seinen ganz eigenen Charakter und möchte
von uns so wahrgenommen werden, wie es ist.
So wie jedes andere Kind in unserer Gruppe.
Wir wissen, dass wir für viele Kinder da sein müssen. Wir wissen, dass wir manchmal nicht jedem Kind das geben können, was es vielleicht gerade braucht.
Aber wir versichern Euch, wir geben jeden Tag unser Bestes.
Wir versuchen immer Euer Kind zu sehen.

Wir nehmen Euer Kind so an wie es ist, holen es da ab, wo es steht und sind da, wenn es uns braucht. Wir wissen und haben gesehen , was für eine liebevolle Beziehung ihr zueinander habt und dass Euch die Trennung sehr schwer fällt.
In der Zeit in der Euer Kind bei uns ist, ermöglichen wir Euerm Kind andere Erfahrungen,
die dazu beitragen, dass Euer Kind sich gut entwickelt und glücklich aufwächst.

Wir wissen, dass Ihr manchmal gar nicht gehen möchtet, weil sich Euer Kind mit Tränen in den Augen verabschiedet…..doch wir möchten Euch sagen, dass Euer Kind in diesem Moment von uns gesehen und aufgefangen wird , auf eine Art die zu Euerm Kind passt.
Bei manchen Kindern heißt das, dass wir es in den Arm nehmen und kuscheln,
bei anderen, dass wir uns dazusetzen und abwarten.
Wir möchten, dass Ihr wisst, das auch uns das „Herz bricht“, wenn ein Kind weint und wir das Beste geben, um Trost zu spenden.
Und wisst Ihr was uns besonders freut? Wenn Euer Kind dann nach ein paar Minuten selig lächelnd mit den anderen Kindern spielen geht…  Habt keine Sorge! Meist geht es Eurem Kind schon recht bald gut und der Abschiedsschmerz ist überwunden.
Wir glauben, dass die Situationen Euch oft mehr zusetzen als Eurem Kind. Eben weil Ihr nicht sehen könnt, wie es einige Minuten später glücklich spielt. Ihr habt immer noch das Bild von Eurem Kind mit Tränen in den Augen im Kopf. Wir möchten Euch sagen, dass Ihr keine Angst haben müsst. Wir werden für Euer Kind da sein. Wir werden es nicht alleine lassen und wenn wir Euerm Kind wirklich nicht helfen können, dann werden wir Euch anrufen.

Wir freuen uns auf Euer Kind und Euch

Der Kinderschutzbund vertritt in allen seinen Kindertageseinrichtungen einen subjektorientierten, pädagogischen Ansatz. Das Kind als Gestalter/Mitgestalter mit seinem Recht auf körperliches und geistiges Wohl sowie auf Bildung, Erziehung und Betreuung steht im Mittelpunkt. Das Kind wird in seinem Kontext wahrgenommen und in allen ihn betreffenden Fragen beteiligt. Für uns stehen die Bedürfnisse, Interessen und Möglichkeiten der Kinder im Mittelpunkt der pädagogischen Arbeit:
  • Kinder sind Träger von Grundrechten, sie sind gleichwertige und wertvolle Mitglieder unserer Gesellschaft, ihre Würde ist unantastbar und unteilbar.
  • Kinder erleben Kindheit in Familien, Institutionen und in ihrer Umwelt
  • Kinder wachsen in unterschiedlichen Familienformen mit unterschiedlichen Erziehungs- und Bildungspotentialen auf.
  • Kinder müssen auch durch Unterstützung ihrer Eltern in ihren Familien gefördert werden
  • Kinder können vielfältigen Gefährdungen ausgesetzt sein. Deshalb gilt es, Kindeswohlgefährdung rechtzeitig zu erkennen und vorbeugende Maßnahmen zu treffen
  • Kinder sind keine kleinen Erwachsenen. Sie haben ein biologisches und soziales Eigenleben, das Kind ist Subjekt seiner Entwicklung und es setzt sich aktiv und produktiv mit seiner Umwelt auseinander, dabei finden Selbstbildungsprozesse statt.
  • eine anregende und erfüllte Kindheit dient zugleich auch der guten Vorbereitung des Kindes auf sein späteres Erwachsenenleben
  • Kinder haben ein Recht darauf, individuell, geschlechtsspezifisch und mit ihren besonderen Mermalen (z.B. Behinderungen) wahrgenommen, gefördert und integriert zu werden.