Pädagogisches Konzept

Wir arbeiten nach dem entwicklungsgemäßen und situationsorientierten Ansatz.

Der entwicklungsgemäße Ansatz hat, das Wissen um die typischen Entwicklungsverläufe und-phasen bei Kindern und die Wahrnehmung jedes einzelnen Kindes als Individuum, zur Grundlage. Die Entwicklungsbereiche sind eng miteinander verknüpft und gleich wertvoll. Frühkindliche Entwicklung verläuft in Phasen, die aufeinander aufbauen. Dies typischen Abläufe bilden den allgemeinen Orientierungsrahmen für die pädagogische Arbeit. Die Entwicklung schreitet mit unterschiedlicher Geschwindigkeit bei kindern gleichen Alters voran, aber auch in den verschiedenen Entwicklungsbereichen eines jeden Kindes.

Frühkindliche Erfahrungen haben sowohl sich steigernde als auch verzögernde Auswirkungen auf die Entwicklung einzelner Kinder. In der Regel müssen gleichaltrige Erfahrungen mehrmals hintereinander innerhalb eines nicht allzu langen Zeitraumes erfolgen, bevor sie die kindliche Entwicklung beeinflussen. Frühkindliche Entwicklung verläuft in einer voraussagbaren Richtung, und zwar vom Bekannten zum Unbekannten, vom Einfachen zum Komplexen, vom Ganzen zu den Teilen, vom Konkreten zum Abstrakten, vom taktilen zum symbolischen Erfassen, von sich selbst zu den Anderen, vom Impulsivem zur Selbstkontrolle. Kinder lernen im Spiel; durch dieses wird ihre soziale, emotionale, motorische und kognitive Entwicklung gefördert. Kinder entwicklen sich am besten in einer Umgebung, in der sie sich wohl und geborgen fühlen, in der sie Wertschätzung erfahren und ihre Bedürfnisse befriedigt werden. Von besonderer Bedeutung ist die Beziehung zwischen Kind und Eltern bzw. zwischen Kind und ErzieherIn.

Der situationsorientierte Ansatz  geht davon aus, dass die aktuellen Ausdrucksformen der Kinder (Spielverhalten, Verhalten, Malen, Sprechen, Bewegungen und Träume) aus zurückliegenden Ereignissen, Erfahrungen und Eindrücken resultieren. Dass die Gegenwart ein Abbild der Vergangenheit ist. Deshalb, so die Schlussfolgerung des Situationsorientierten Ansatzes, entwickeln Kinder emotional-soziale Kompetenzen am besten, indem sie individuelle Erlebnisse und Erfahrungen verarbeiten und verstehen. In Kindergärten, die nach dem Situationsorientierten Ansatz arbeiten, stehen die Themen der Kinder im Mittelpunkt. Das, was die meisten Kinder beschäftigt, wird von den Erziehern in Projekten thematisiert. Reden beispielsweise viele Kinder über Neugierde, werden praktische Beispiele dafür gemeinsam gesucht, Lieder zu dem Thema ausgewählt, es wird darüber gesprochen, Märchen zum Thema erarbeitet und praktische Lebenssituationen integriert. Es laufen verschiedene Projekte parallel, wobei ein Projekt zwischen zwei und vier Monaten dauert.