Stellungnahmen

Infomail 8/2019 – Position des DKSB – Bundesverband: „Fridays for Future”

Liebe Kinderschützer*innen,

in einer gemeinsamen Sitzung des Bundesvorstands und der Landesvorstandskonferenz hat der Kinderschutzbund sich zu der weltweiten Bewegung Fridays for Future positioniert. Immer Freitags demonstrieren Schüler*innen dabei für mehr Umweltschutz. Ausgelöst hatte diese Demonstrationen die 16-jährige schwedische Aktivistin Greta Thunberg. Da die Schüler*innen wegen der Demonstrationen Unterricht versäumen, ist Fridays for Future umstritten.

Folgende Position nimmt der DKSB dazu ein:

  • Der Kinderschutzbund zur Protestbewegung Fridays for Future: Freie Meinungsäußerung ist auch ein Recht der Kinder und Jugendlichen.
  • Auch an diesem Freitag werden in zahlreichen Städten in Deutschland wieder tausende Kinder und Jugendliche auf die Straße gehen und sich für mehr Klimaschutz einsetzen. Fridays for Future ist inzwischen eine weltweite Bewegung einer Generation, die auf demokratische Art und Weise versucht, Gehör für ihre Interessen zu finden.
  • Der DKSB begrüßt es, wenn Kinder und Jugendliche demokratische Beteiligungsformen entwickeln und auf diesem Wege versuchen, ihre Interessen durchzusetzen.
  • Art. 8 Absatz 1 des Grundgesetzes garantiert das Grundrecht auf Versammlungsfreiheit, Art. 5 Abs. 1 die Meinungsfreiheit. Dies bedeutet, grundsätzlich dürfen auch Kinder und Jugendliche demonstrieren.
  • Es ist nun Aufgabe der Politik, die Interessenwahrnehmung der Kinder und Jugendlichen ernst zu nehmen.

Der Bundesverband wird diese Position auch auf der Webseite des Bundesverbandes unter www.dksb.de veröffentlichen.

Mit freundlichen Grüßen

Cordula Lasner-Tietze, MA

Bundesgeschäftsführerin

Deutscher Kinderschutzbund Bundesverband e.V.